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Maut 2026 – Das ändert sich

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Maut 2026 – Das ändert sich

Kurz gesagt: 2026 bringt europaweit Änderungen bei Mautsystemen für Pkw, Motorräder und Lkw. In Österreich steigen die Vignettenpreise, das Klebe-Pickerl wird abgeschafft, und Lkw-Fahrer müssen in fast allen Ländern zunehmend CO₂-differenzierte, kilometerabhängige Tarife beachten. Wer Urlaub oder Transitfahrten plant, sollte sich frühzeitig über die neuen Gebühren informieren.

Ab 2026 treten in vielen europäischen Ländern neue Mautregelungen in Kraft. Sowohl Urlauber als auch Transportunternehmen stehen vor Anpassungen: Pkw und Motorräder zahlen in Österreich höhere Vignettenpreise und verabschieden sich vom klassischen Klebe-Pickerl, während Lkw in nahezu allen Ländern nach Strecke, Gewicht, Achszahl und CO₂-Emissionsklasse abgerechnet werden. Für Reisende aus Deutschland, insbesondere Bayern, die Österreich, Italien, Kroatien, Slowenien oder die Schweiz passieren, ist es wichtig, diese Änderungen zu kennen, um Kostenfallen und Bußgelder zu vermeiden.

 

Österreich: Höhere Vignettenpreise und das Ende des Klebe-Pickerls

In Österreich steigen die Vignettenpreise um 2,9 Prozent.

Pkw-Vignettenpreise 2026:

  • 1-Tages-Vignette: 9,60 Euro
  • 10-Tages-Vignette: 12,80 Euro
  • 2-Monats-Vignette: 32 Euro
  • Jahresvignette: 106,80 Euro

Motorrad-Vignettenpreise 2026:

  • 1-Tages-Vignette: 3,80 Euro
  • 10-Tages-Vignette: 5,10 Euro
  • 2-Monats-Vignette: 12,80 Euro
  • Jahresvignette: 42,70 Euro

Ersatzmaut: Fahren ohne gültige Vignette wird teurer – Pkw zahlen künftig 200 Euro, Motorräder 100 Euro. Ab 2027 gibt es die Vignette ausschließlich digital.

 

Lkw-Maut in Europa: Steigende Kosten und mehr Komplexität

Die Mautsysteme für Lkw werden in fast allen europäischen Ländern komplexer. Neben dem Gewicht und der Achszahl fließen zunehmend CO₂-Emissionsklassen in die Berechnung ein.

Wichtige Länder im Überblick:

  • Belgien: Kilometerabhängige Maut für alle Nutzfahrzeuge über 3,5 t, abhängig von Gewicht, Emissionsklasse, Straßentyp und Region.
  • Bulgarien: Streckenabhängige Maut; ab September 2025 rund 10 % teurer.
  • Dänemark: Kilometerbasierte Maut für Fahrzeuge ab 12 t, frühere Vignette abgeschafft.
  • Deutschland: Mautpflicht für alle Fahrzeuge über 3,5 t, Berechnung nach Kilometern, Gewicht, Achszahl sowie Schadstoff- und CO₂-Klasse.
  • Frankreich & Italien: Mautpflicht für Fahrzeuge über 3,5 t; CO₂-basierte Maut in Italien geplant.
  • Kroatien, Portugal, Spanien, Schweiz & Liechtenstein: Streckenabhängige oder elektronische Systeme, teilweise CO₂-differenziert.
  • Luxemburg & Schweden: Eurovignette für Fahrzeuge ab 12 t, abhängig von Gültigkeitsdauer, Achszahl und CO₂-Klasse.
  • Niederlande: Ab 1. Juli 2026 kilometerabhängige Lkw-Maut, ersetzt Eurovignette.
  • Österreich & Slowenien: CO₂-differenzierte Tarife ab 2026/2025.
  • Polen: Mauterhöhung 2026 um 4 % bis 6,6 %, abhängig von Fahrzeugklasse.
  • Slowakei: CO₂-basierte Tarife bereits im Einsatz.

Diese neuen Regelungen führen für Transportunternehmen zu einer deutlich höheren Komplexität. Urlauber müssen steigende Kosten beachten, insbesondere auf beliebten Transitstrecken.

Tipps für Reisende und Lkw-Fahrer

  • Digitale Vignetten nutzen: Österreich stellt auf digitale Vignetten um – frühzeitig online kaufen.
  • CO₂-Klassen prüfen: Lkw-Tarife hängen in vielen Ländern von der Emissionsklasse ab.
  • Routenplanung: Wer Mautstrecken meidet oder vorher berechnet, spart Zeit und Geld.
  • Auf dem Laufenden bleiben: Änderungen treten oft zum Jahreswechsel oder mitten im Jahr in Kraft.

 

Fazit

2026 verändert sich die Mautlandschaft in Europa erheblich: Österreich verabschiedet das Klebe-Pickerl, die Preise steigen, und Lkw werden in fast allen Ländern nach CO₂-Klasse, Gewicht und Strecke abgerechnet. Sowohl Urlauber als auch Transportunternehmen müssen sich auf digitale Systeme und komplexere Tarife einstellen. Wer rechtzeitig informiert ist und seine Routen plant, kann Kostenfallen umgehen und entspannt durch Europa reisen.

 

Quellen: Verkehrsrundschau, ADAC

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