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1.300 € Strafe wegen fehlender Entsendemeldung

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1.300 € Strafe wegen fehlender Entsendemeldung

Kurz gesagt: Ein aktueller Fall zeigt, wie teuer Unwissenheit im internationalen Transport werden kann. Ein Fahrer musste 1.300 € Strafe zahlen, weil keine Entsendemeldung im RTPD-System vorlag. Auch kleinere Fahrzeuge sind betroffen, und Verstöße werden im Ausland konsequent sanktioniert. Transportunternehmen sollten daher ihre Prozesse und Schulungen dringend anpassen.

Ein teurer Fehler durch fehlende Meldung

Im internationalen Transportgeschäft können selbst kleine Versäumnisse erhebliche finanzielle Folgen haben. Ein aktueller Fall macht das deutlich: Bei einer Kontrolle wurde ein Fahrer mit einer Geldstrafe von 1.300 € belegt, da keine Entsendemeldung im RTPD-System vorlag. Besonders brisant ist, dass der Verstoß nicht absichtlich geschah, vielmehr fehlte schlicht das Wissen über die bestehende Pflicht.

Was ist das RTPD-System?

Das sogenannte Road Transport Posting Declaration Portal (RTPD) ist das zentrale EU-System zur Meldung von Fahrern im grenzüberschreitenden Verkehr. Immer dann, wenn Fahrer im Ausland tätig sind, etwa bei Kabotagefahrten oder bestimmten internationalen Transporten, muss vorab eine Registrierung erfolgen.

Ziel dieser Regelung ist es, die Einhaltung der EU-Entsenderichtlinien zu gewährleisten und faire Wettbewerbsbedingungen im Straßengüterverkehr sicherzustellen.

Häufige Missverständnisse in der Praxis

Ein weit verbreiteter Irrtum betrifft Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen. Viele Unternehmen gehen davon aus, dass diese grundsätzlich von den Entsenderegeln ausgenommen sind.

Das ist jedoch falsch: Auch bei leichten Nutzfahrzeugen können die Vorschriften greifen, insbesondere dann, wenn Fahrten ins Ausland stattfinden oder es sich nicht um rein bilaterale Transporte handelt.

Konsequenzen bei Verstößen

Die Behörden im Ausland kontrollieren die Einhaltung der Vorschriften zunehmend streng. Fehlende oder fehlerhafte Meldungen werden direkt geahndet, oft ohne Möglichkeit, die Situation vor Ort zu klären.

Die Folge sind Bußgelder, die schnell mehrere hundert bis über tausend Euro betragen können. Der geschilderte Fall mit 1.300 € ist daher kein Einzelfall, sondern ein realistisches Risiko im Tagesgeschäft.

Was Transportunternehmen jetzt tun sollten

Für Unternehmen im Transportsektor ergibt sich daraus ein klarer Handlungsbedarf. Die Nutzung des RTPD-Portals sollte fest in die operative Planung integriert werden.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • Prüfung jeder internationalen Fahrt auf Meldepflicht
  • Rechtzeitige Registrierung im Portal
  • Schulung von Disposition und Fahrern
  • Klare interne Prozesse zur Einhaltung der Vorschriften

Fazit

Der Fall zeigt deutlich: Fehlende Entsendemeldungen sind kein Kavaliersdelikt, sondern können schnell teuer werden. Wer im internationalen Transport tätig ist, sollte das RTPD-System ernst nehmen und entsprechende Prozesse etablieren. Prävention ist hier deutlich günstiger als jede Strafe.

Quelle:

www.ihk.de

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